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Woher wir kommen, woraus wir leben
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Die Lesbischwulen Gottesdienstgemeinschaften im deutschsprachigen Raum
Woher wir kommen, woraus wir lebenSpiritualität und HomosexualitätAuch viele homosexuelle Menschen sind von einer religiösen Sehnsucht getragen: Sakramentenempfang, Eucharistiefeier, Tägliche Bibellesung, Tageslosung, persönliches Gebet, sozial-caritatives und kirchlich-kulturelles Engagement aus dem Geist der Frohen Botschaft oder die Teilnahme an Exerzitien und Bildungsveranstaltungen zu Fragen des Glaubens spiegeln die eine Grund-Gotteserfahrung vieler homosexueller Menschen wider: Einem Gott vertrauen, der will, dass ich lebe, und dass mein Leben gelingt. Spiritualität sucht GemeinschaftDiese Spiritualität einzelner Homosexueller sucht immer auch Gemeinschaft,
weil wir davon überzeugt sind, dass der Heilige Geist selbst uns zusammenführt
und im Glauben eint. Vielfalt der Gemeinschaften in der Einheit des GlaubensSo treffen sich schon seit Jahren homosexuelle Menschen in
Gottesdienstgemein-schaften, die, je nach Geschichte der konkreten Gemeinschaft
vor Ort, ihre Liturgie nach katholischem Ritus oder lutherischer Agende
feiern. Unabhängig voneinander sind solche Gemeinschaften in verschiedenen Städten
des deutschen Sprachraumes entstanden: VernetzungIm Januar 2002 haben sich diese unabhängigen Gottesdienstgemeinschaften in Frankfurt am Main zu den "Lesbischwulen Gottesdienstgemeinschaften im deutschsprachigen Raum" vernetzt. Dabei wurde der Wille bekundet, eine Teilnahme unserer Gemeinschaften am 95. Deutschen Katholikentag 2004 in Ulm anzustreben. Da der überwiegende Teil dieser Gottesdienstgemeinden sich der katholischen Kir-che verbunden weiß, ist der Katholikentag in Ulm eine gute Gelegenheit, mit unseren geistlichen Erfahrungen als homosexuelle Christinnen und Christen zur Vielfalt dieses Ereignisses beizutragen. Unsere Gottesdienstgemeinden verstehen sich als Weggemeinschaften spiritueller und engagierter Menschen, die den Dialog mit anderen Gemeinschaften der Kirchen suchen und pflegen. Wir wollen die Möglichkeit einer Vorstellung unserer Gemeinden für eine breitere Öffentlichkeit auf dem Katholikentag in Ulm nutzen und bewerben uns deshalb um eine Teilnahme an der Kirchenmeile. Dabei wollen wir in Ulm auch die vielfältigen organisatorischen, inhaltlichen und pastoralen Erfahrungen engagiert einbringen, die wir bereits mit unserem Stand auf der Agora des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin sammeln konnten. Diese Agora war in etwa vergleichbar mit der Kirchenmeile. Wir waren dort ganz offiziell vertreten und im Programm des Kirchentages namentlich aufgeführt. |